Immer häufiger hört man vom Handel mit Optionen und auch die Begriffe der Klassischen Optionen und der Binären Optionen fallen in diesem Zusammenhang. Worin jedoch genau der Unterschied liegt, das ist nicht immer so selbstverständlich, denn viele sind vielleicht schon mit dem Handel von Binären Optionen beschäftigt, aber dennoch ist manchen nicht klar, worin sie sich von Klassischen Optionen unterscheiden. Auf jeden Fall kann man schon mal feststellen, dass es sich bei beiden um Finanzinstrumente handelt, die vieles gemeinsam haben, aber auch einige sehr wesentliche Unterschiede aufweisen.

Wer sich noch nicht lange mit dem Thema beschäftigt hat, der wird sicher seinen Einstieg über die Binären Optionen gefunden haben. Diese haben den entscheidenden Vorteil, dass sie sehr viel einfacher aufgebaut sind, was sie besonders für Trader interessant macht, die sich erst in der Einstiegsphase des Handels mit Optionen befinden.

Wenn man von Binären Optionen spricht, dann wird man auch schon mal die Bezeichnungen der digitalen oder auch exotischen Optionen gehört haben. Abgeleitet wurden die Binären Optionen von den Klassischen Optionen. Dass dieses Finanzinstrument mit der Bezeichnung „binär“ gekennzeichnet wurde, ist kein Zufall, sondern ein Hinweis auf die zwei Szenarien, die hier nur möglich sind. Der Händler von Binären Optionen hat die Wahl, entweder auf einen steigenden Kurs zu setzen oder aber auf einen fallenden Kurs, den die Option haben muss, wenn die Laufzeit beendet ist. Wie der Kursverlauf dazwischen ist, spielt bei den Binären Optionen keine Rolle, nur der aktuelle Ausgang am Ende der Laufzeit ist entscheidend, ob der Trader im Gewinn oder im Verlust liegt.

Hatte der Trader recht, dann bekommt er einen Gewinn ausbezahlt, der vorab schon festgelegt war. Diese Umstände erklären den Begriff, der in den USA üblich ist, nämlich die Bezeichnung der „Fixed Return Options (FROs). Wenn der Trader jedoch nicht recht hat und die Prognose falsch war, dann verfällt die Option entweder wertlos oder aber es wird, je nach Broker, eine anteilige Rückzahlung des Einsatzes gemacht.

Der Handel von Klassischen Optionen findet als standardisierte Finanzinstrumente an den offiziellen Märkten statt. Dies sind Terminbörsen wie zum Beispiel der EUREX. Bei den Binären Optionen ist dies anders, da sie normalerweise im sogenannten over-the-counter (OTC)-Handel abgewickelt werden, und somit nur zwischen den zwei beteiligten Parteien, nämlich dem Broker und dem Trader gehandelt werden. Es gibt zwar auch Binäre Optionen, die an der Börse gehandelt werden, allerdings ist dies doch eher eine Ausnahme. Möglich ist dies unter anderem an der American Stock Exchange (AMEX) und auch an der Chicago Board Options Exchange (CBOE).

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Optionen ist, dass man bei den Klassischen Optionen das Recht hat, das Wirtschaftsgut beziehungsweise den zugrundeliegenden Basiswert nach der Laufzeit der Option zu erwerben. Bei den Binären Optionen geht es jedoch nur um die Kursentwicklung eines Assets. Hier dient das eigentliche Wirtschaftsgut also nur als ein Bezugswert, anhand dessen die weitere Entwicklung des Kurses festzulegen ist. Es können daher prinzipiell Binäre Optionen auf alle möglichen Basiswerte gehandelt werden, wenn diese eine Kursschwankung aufzeigen. Meist werden von den Brokern für Binäre Optionen aber die üblichen klassischen Güter angeboten. Dazu zählen Währungspaare, Indizes, Aktien oder auch Rohstoffe.

Der Käufer kann beim Handel der Klassischen Optionen bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit entscheiden, ob er die Option verfallen lassen möchte oder ob er einen bestimmten Basiswert erwerben möchte, dessen Preis vorab bereits festgelegt wurde. Aber auch ohne Interesse an dem Basiswert kann die Option an der Börse gehandelt werden, da sie einen bestimmten Wert hat, der in Relation zur Kursentwicklung und zur Restlaufzeit Schwankungen unterworfen ist.

Möchte ein Händler nur von Kursentwicklungen profitieren, die sich innerhalb eines bestimmten Zeitabschnitts abspielen, dann hat der Trader mit dem Handel von Binären Optionen eine Möglichkeit, sich nur darauf zu konzentrieren. Hier muss er nur die richtige Entscheidung treffen, um am Ende der Laufzeit im Geld zu sein und zwar, ob der Kurs am Endpunkt gestiegen oder gefallen ist.

Je nach Prognose entscheidet er sich für den Kauf von einer Call- oder aber einer Put-Option. Ist die Option abgelaufen, dann wird bewertet, ob der Trader richtig lag oder falsch. Hat er gewonnen, dann bekommt er seine Rendite ausgezahlt. Im Falle eines Verlustes, geht der Einsatz verloren. Die möglichen Renditen hängen bei diesem Handel sehr vom jeweiligen Broker ab.